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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Montag, 27. April 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Dienstag, 28. April 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Alpennordhang, Jura, Mittelland 27.04.15, 12 Uhr 28.04.15, 12 Uhr

Hochwassergefahr für kleine und mittlere Flüsse auf der Alpennordseite

Wetter

Aktuelle Situation

Nach ersten isolierten Gewittern im Jura sowie in den westlichen und zentralen Voralpen am Vortag und in der Nacht hat sich die Schaueraktivität im Verlauf des Montagvormittags vorübergehend beruhigt. In den vergangenen 24 Stunden sind in der Romandie und in den angrenzenden Gebieten der Deutschschweiz flächig 5 bis 10 mm, in den Kerngebieten der Gewitterzellen (Schwarzseegebiet, oberes Emmental und Eriz sowie Franches-Montagnes) punktuell 20 bis 30 mm gefallen.

Im Süden sind bislang 30 bis 50 mm Niederschlag gefallen. Die Schneefallgrenze liegt beidseits der Alpen über 2000 Metern.

Prognose

Nach einer kurzen Phase der Wetterberuhigung am Montagvormittag lebt im Verlauf des Nachmittags die Schauer- und Gewitterneigung wieder auf. Dabei ist erneut im westlichen und zentralen Jurabogen sowie in den zentralen und westlichen Voralpen mit punktuell kräftigen Schauern, vereinzelt auch Gewittern zu rechnen. Die Niederschlagsverteilung ist sehr unterschiedlich, lokal können 10 bis 20 mm Regen innert einer Stunde fallen, gebietsweise bleibt es noch ganz trocken.

Im Laufe des Abends und in der Nacht weiten sich die Niederschläge weiter Richtung Osten aus und gehen in Landregen über. Der Schwerpunkt der Niederschläge konzentriert sich nach Frontdurchgang auf den Alpennordhang, wo nochmals 20 bis 30 mm Niederschlag hinzukommen. Ab Dienstagmittag lässt die Niederschlagsbereitschaft auch den Alpen entlang nach. Die Gesamtsummen über das ganze Ereignis dürften somit zwischen 30 und 50 mm erreichen. In den von Gewitterregen betroffenen Gebieten können lokal auch höhere Mengen auftreten, diese Gebiete werden falls nötig zusätzlich mit FlashOrage-Warnungen bedient.

Die Schneefallgrenze sinkt im Verlauf der Nacht rasch bis auf rund 1300 Meter ab.

Auf der Alpensüdseite dauern die Niederschläge bis am Montagabend an, hier dürften insgesamt nochmals 10 bis 20 mm Regen fallen.

Fliessgewässer und Seen

Prognose

Die vorhergesagten Niederschläge können insbesondere in kleinen und mittleren Fliessgewässern der betroffenen Regionen lokal zu kurzfristigen und starken Abflusszunahmen führen. Der kritische Zeitraum dauert von Montag, 12 Uhr bis Dienstag, 12 Uhr. Es ist nicht möglich exakt abzuschätzen, welche Einzugsgebiete am stärksten betroffen sein werden. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Gewässer Saane, Emme, Kleine Emme und Thur bis in den Bereich der Gefahrenstufe 2 ansteigen.

 

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