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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Samstag, 8. August 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Samstag, 8. August 2015 17:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hitze 3 Mittel- und Südtessin 05.08.15, 12 Uhr 08.08.15, 17 Uhr
Hochwasser 2 Deutschschweiz, Wallis 08.08.15, 12 Uhr 10.08.15, 12 Uhr

Hitzewelle auf der Alpensüdseite. Regionale Hochwassergefahr auf der Alpennordseite und im Wallis.

Hitzewelle in den Niederungen der Alpensüdeite von Mittwoch 5. bis Samstag 8. August. Von Samstagmittag bis Montagmittag besteht auf der Alpennordseite sowie im Wallis eine erhöhte regionale Hochwassergefahr.

Wetter

Aktuelle Situation

Über Mitteleuropa hat sich eine flache Tiefdruckrinne ausgebildet, in die über Frankreich eine Luftmassengrenze eingelagert ist. Die Schweiz verbleibt vorerst in feuchtlabiler Luft.

Prognose

Heute bilden sich im Verlauf des Nachmittags über den Bergen Schauer oder Gewitter, die lokal kräftig ausfallen können. Am Abend und in der Nacht sind teils auch im Flachland der Alpennordseite Schauer oder Gewitter möglich. Der Sonntag und der Montag gestalten sich wechselhaft und besonders in der zweiten Tageshälfte entwickeln sich jeweils Schauer oder teils kräftige Gewitter. In Verbindung mit kräftigen Gewittern sind lokal jeweils 30 bis 50 Liter Niederschlag in kurzer Zeit möglich. 

Die Hitzewelle auf der Alpensüdseite dauert noch bis heute Abend an, anschliessend beenden die Zufuhr weniger heisser Luft bzw. Abkühlung in Folge von Schauern oder Gewittern die Hitzewelle.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die Abflüsse auf der Alpennordseite sind zurzeit stark unterdurchschnittlich. Viele kleine und mittlere Fliessgewässer führen Niedrigwasser. In den Alpen weisen die vergletscherten Einzugsgebiete jedoch überdurchschnittliche Abflüsse auf. An der Massa sowie an der Rhone bei Gletsch wurde am Freitagabend aufgrund der starken Gletscherschmelze die Gefahrenstufe 2 erreicht.

Prognose

Die vorhergesagten Gewitter ab Samstagmittag können in kleinen und mittleren Flüssen auf der Alpennordseite zu kurzfristigen und starken Abflusszunahmen führen. In den Alpen können insbesondere in vergletscherten Einzugsgebieten kurzzeitig auftretende Gewitter in Kombination mit einer sehr hohen Schneefallgrenze zu starken Abflussanstiegen führen. Hier sind insbesondere die Gletscherbäche im Oberwallis sowie im Berner Oberland betroffen. Nach derzeitiger Einschätzung ist am Sonntag die Lage kritischer einzuschätzen als am Samstag. Da die grösseren Flüsse im Mittelland sehr tiefe Abflüsse aufweisen und die Gewitterregen lokal auftreten ist an Aare, Reuss, Limmat und Rhein ein Erreichen der Gefahrenstufe unwahrscheinlich. An den Seen werden meist stabile Wasserstände prognostiziert.

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