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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 7. Februar 2016 12:00 Uhr
Nächste Information: Sonntag, 7. Februar 2016 21:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Schnee 3 Alpensüdseite 06.02.16, 18 Uhr 07.02.16, 21 Uhr
Wind 3 West- und Nordwestschweiz 08.02.16, 12 Uhr 10.02.16, 06 Uhr

Weiterhin starker Schneefall auf der Alpensüdseite, Föhnende am Alpennordhang

Auf der Alpensüdseite dauern die starken Schneefälle oberhalb von 500 Metern bis Sonntagabend an. Der Föhn am Alpennordhang geht am frühen Sonntagnachmittag zu Ende.

Föhnende Alpennordhang und starker Schneefall Alpensüdseite

Aktuelle Situation

Der Föhn erreichte in der vergangenen Nacht und am frühen Sonntagmorgen den Höhepunkt. Dabei wurden in den Tälern des Alpennordhangs und zum Teil in den angrenzenden Niederungen verbreitet Sturmböen zwischen 90 und 110 km/h erreicht. Lokal wurden auch Spitzenwerte von knapp 120 km/h gemessen, so z.B. in Gersau (SZ) und Altenrhein (SG). In den Bergen wurden verbreitet Böen von 100 bis 130 km/h registriert, punktuell auch Orkanböen über 130 km/h, so z.B. am Lauberhorn (BE) mit knapp 160 km/h und am Gütsch (UR) mit rund 145 km/h. Mit Eintreffen der Kaltfront geht der Föhn am frühen Sonntagnachmittag rasch zu Ende.

Prognose

Auf Grund der Staulage muss auf der Alpensüdseite von Samstagabend bis am späten Sonntagabend oberhalb von 1200 bis 1500 Metern mit einem Neuschneezuwachs von 40 bis 60 cm gerechnet werden. Mit der Intensivierung der Niederschläge sinkt die Schneefallgrenze von 1000 allmählich bis gegen 500 Meter, respektive bis zum Talgrund. Nasse Flocken fallen voraussichtlich bis in die Niederungen. Oberhalb von rund 500 Metern werden durchschnittlich 10 bis 15 cm Nassschnee erwartet. Auf Grund der stark variierenden Schneefallgrenze unterliegt diese Prognose allerdings einer grossen Unsicherheit.

Eine okkludierende Front erreicht die Alpennordseite im Verlauf des Montags. Der Westwind frischt dabei insbesondere in der West- und Nordwestschweiz und generell in erhöhten Berglagen bis am Abend auf Sturmstärke auf. Eine weitere Kaltfront folgt bereits am Dienstag nach, wobei der Wind nach kurzer Beruhigung neuerlich auffrischt. Für die beiden Ereignisse am Montag und Dienstag werden in den gewarnten Gebieten der West- und Nordwestschweiz Böenspitzen von 90 bis 110 km/h erwartet. In den übrigen Gebieten der Deutschschweiz muss verbreitet mit Böenspitzen von 70 bis 90 km/h gerechnet werden.

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