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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Montag, 24. Dezember 2018 16:00 Uhr
Nächste Information: Dienstag, 25. Dezember 2018 11:00 Uhr


Ende intensiver Dauerregen Alpen und Alpennordhang. Mässige Hochwassergefahr an Thur, Sihl, Hochrhein und Aare unterhalb Zufluss Emme. 

Von Sonntagnachmittag bis Montagmittag sind vom Berner Oberland bis zu den östlichen Voralpen und Alpen 50 bis 100 mm Niederschlag gefallen, in den östlichen Alpen fielen bis zu 60 cm Neuschnee. Die Niederschläge führen zu einer mässigen Hochwassergefahr an Thur, Sihl, Hochrhein und der Aare unterhalb Zufluss Emme. 
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Aare unterhalb Bielersee, Hochrhein , Sihl, Thur 24.12.18, 00 Uhr 25.12.18, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 24.12.2018, 16:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Das Sturmtief, welches von Sonntag bis Montag der Schweiz ergiebige Niederschläge und Sturm brachte, ist Richtung Schwarzes Meer abgezogen. In den kommenden Tagen bestimmt ein Hochdruckgebiet unser Wetter.

Von Sonntagmittag bis Montagnachmittag wurden vom Berner Oberland über den zentralen bis zum östlichen Alpennordhang sowie in Nord- und Ostbünden 50 bis 100 mm Niederschlag gemessen. In den angrenzenden Voralpen und inneren Alpentälern waren es 30 bis 50 mm, im Flachland der Deutschschweiz 10 bis lokal 40 mm.

Die Schneefallgrenze lag am Sonntag und in der ersten Nachthälfte besonders in den zentralen und westlichen Alpen noch auf rund 2000 Metern. Im Verlauf des Montagvormittags sank sie rasch gegen 1000 Meter ab. In den Alpen fielen oberhalb von 1500 bis 2000 Metern verbreitet 15 bis 40 cm, in den höheren Lagen Nord- und Mittelbündens teils bis 60 cm Neuschnee.

Der Kaltfrontdurchgang am Montagvormittag war von böig auffrischendem, abrupt von West auf Nord drehenden Wind begleitet. Dieser erreichte in den zentralen und östlichen Alpen- und Voralpentälern Böenspitzen von 90 bis 110 km/h. Im Flachland der Alpennordseite wurden verbreitet 50 bis 90 km/h, ähnliche Werte erreichte der Nordwind im Tessin. 

Prognose

Mit dem Aufbau des oben erwähnten Hochdruckgebiets über den Beneluxstaaten beruhigt sich das Wetter. Im Verlauf des Nachmittags lassen die letzten Niederschläge in den westlichen Alpen nach, in der Nacht auf Dienstag ist es überall trocken. Das Warnereignis ist aus meteorologischer Perspektive abgeschlossen.

Die Flüsse und Seen der Alpennordseite haben mit Pegelanstiegen auf die Niederschläge reagiert. Der Oberlauf der Thur und die Töss erreichten die Gefahrenstufe 2 bereits am Montagmorgen.

Die höchsten Abflüsse werden in den kleine und mittleren Flüssen am Montagmittag erwartet. Die grösseren Flüsse erreichen den Abflussscheitel am Nachmittag und Abend. Neben der Thur können auch die Sihl, der Hochrhein und die Aare unterhalb Zufluss Emme die Gefahrenstufe 2 erreichen. Bei der Birs, der Emme und der Kleinen Emme verbleibt der maximale Abfluss unterhalb der Gefahrenstufe 2. Auch die Seepegel werden weiter steigen, aber auch sie erreichen nicht die Gefahrenstufe 2. In der Nacht auf Dienstag und am Dienstag entspannt sich die Lage rasch. Die Pegel werden sinken.

Station Gefahrenstufe Maximum Zeitpunkt Maximum
Aare-Brugg 2 700 - 900 m³/s 24.12.18, 12:00 Uhr - 22:00 Uhr
Rhein-Basel 2 2300 - 2800 m³/s 24.12.18, 14:00 Uhr - 23:00 Uhr
Sihl-Zürich 2 100 - 150 m³/s 24.12.18, 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
Thur-Andelfingen 2 500 - 700 m³/s 24.12.18, 14:00 Uhr - 22:00 Uhr

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