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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Mittwoch, 12. Juni 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Donnerstag, 13. Juni 2019 11:00 Uhr


Hochwasser in der Ostschweiz  

Hochwasser in Graubünden, am Alpenrhein und am Bodensee. 
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 4 Inn-Martina 12.06.19, 15 Uhr 12.06.19, 23 Uhr
Hochwasser 3 Bodensee 12.06.19, 12 Uhr 17.06.19, 12 Uhr
Hochwasser 3 Alpenrhein 12.06.19, 12 Uhr 13.06.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Vierwaldstättersee, Walensee 12.06.19, 12 Uhr 14.06.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Reuss von Vierwaldstättersee bis Mündung Kleine Emme, Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 17.06.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 12.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Mit einer starken südlichen Höhenströmung gelangte in den vergangenen 24 Stunden weiterhin feuchte und labil geschichtete Luft aus dem Mittelmeerraum zur Alpensüdseite sowie zu den Alpen, wo sie kräftige Gewitter auslöste. Vom Dienstagmorgen bis Mittwochmorgen sind die höchsten Niederschlagsmengen mit 80-100 mm, lokal auch über 100 mm im Misox, in der Region Splügen sowie im Bergell gemessen worden. In den angrenzenden Regionen, namentlich in den östlichen Regionen des Mitteltessins sowie in Mittelbünden wurden 40-60 mm registriert. Die Schneefallgrenze lag während des Niederschlagsereignisses zwischen 2700 und 3200 Metern.

Prognose

Südwestliche Höhenwinde führen heute zunehmend trockene Luft zum Alpenraum, sodass die starken Niederschläge aufhören und eine Phase von weitgehend trockenem und warmem Wetter folgt. Am Wochenende steigt wieder die Wahrscheinlichkeit für Schauer oder Gewitter an, allerdings werden die Niederschlagsmengen vergleichsweise gering bis mässig ausfallen.

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 12.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Infolge erneuter, regional sehr intensiver Niederschläge und einer verbreitet starken Schneeschmelze stiegen seit Mittwochmorgen zahlreiche Flüsse in Graubünden, im Tessin und im Einzugsgebiet des Alpenrheins erneut an. Sie überschritten in mehreren Regionen die Grenze zur Gefahrenstufe 2, teilweise auch zur Gefahrenstufe 3 und 4, insbesondere im Einzugsgebiet des Hinterrheins.

An kleineren Flüssen sinken die Wasserstände aktuell wieder, an grösseren steigen sie noch, insbesondere am Alpenrhein.

Auch die Wasserstände mehrerer Seen stiegen in den betroffenen Gebieten nochmals. Die Schneemengen liegen in der Schweiz weiterhin über den langjährigen Mittelwerten, insbesondere im Einzugsgebiet des Alpenrheins.

Die Hochwasserwarnungen für die Rhone, Urner Reuss und Brienzersee werden aufgehoben.

 

Prognose

Die aktuellen Wasserstandvorhersagen sind aufgrund der räumlich und mengenmässig weiterhin schwierig vorherzusagenden Niederschlags- und Schneeschmelzentwicklung unsicher.

Die meisten von Hochwasser betroffenen Flusspegel sinken in den nächsten Stunden weiter.

Insbesondere für den Alpenrhein wird jedoch ein weiterer Anstieg vorhergesagt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Wasserstände am unteren Alpenrhein in die Gefahrenstufe 3 steigen.

Die Wasserstände des Inns steigen noch und verbleiben im Bereich erhöhter Gefahrenstufen.

Der Wasserstand des Bodensees wird aufgrund der weiterhin hohen Zuflüsse aus dem Alpenrhein weiter steigen. Der Vierwaldstättersee und sein Ausfluss befinden sich noch länger in der Gefahrenstufe 2.

 

 

Station Gefahrenstufe Maximum Zeitpunkt Maximum
Bodensee (Obersee) - Romanshorn 3 396.80 - 397.00 m ü. M. 13.06.19, 12:00 Uhr - 14.06.19, 12:00 Uhr
Inn-Martina 4 430 - 480 m³/s 12.06.19, 15:00 Uhr - 23:00 Uhr
Rhein-Diepoldsau 3 1800 - 2200 m³/s 12.06.19, 15:00 Uhr - 22:00 Uhr
Walensee - Murg 3 420.65 - 420.80 m ü. M. 13.06.19, 18:00 Uhr - 14.06.19, 06:00 Uhr

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