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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 23. Juni 2019 11:31 Uhr
Nächste Information: Montag, 24. Juni 2019 11:00 Uhr


Markante Hitzewelle in der ganzen Schweiz Andauernde Hochwasserlage. 

Von Montag bis Sonntag wird in den Niederungen der ganzen Schweiz eine markante Hitzewelle erwartet. Weiterhin erhöhte Wasserstände am Bodensee und Vierwaldstättersee.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 3 Bodensee 12.06.19, 12 Uhr 24.06.19, 12 Uhr
Hitze 3 Niederungen der ganzen Schweiz 24.06.19, 15 Uhr 30.06.19, 20 Uhr
Hochwasser 2 Vierwaldstättersee 12.06.19, 12 Uhr 24.06.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Reuss von Vierwaldstättersee bis Mündung Kleine Emme, Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 24.06.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 23.06.2019, 11:31 Uhr)

Aktuelle Situation

Ein Hoch dehnt sich vom westlichen Mittelmeerraum allmählich nach Mitteleuropa aus und führt zu einer Abtrocknung und markanten Erwärmung der Luftmasse im Alpenraum. Ab Montag gelangt aus Südwesten zunehmend heisse Luft zur Schweiz.

Prognose

In den nächsten Tagen verstärkt sich das Hoch über Mittel- und Südeuropa und die Zufuhr von heisser Luft nordafrikanischen Ursprungs hält an. Damit wird in der ganzen Schweiz eine mehrtägige, markante Hitzewelle erwartet.
In den Niederungen werden die Höchsttemperaturen ab Montag verbreitet über 30 Grad erreichen, wobei der Heat Index vielerorts bereits 90 überschreitet. Von Dienstag bis Donnerstag steigen die Temperaturen auf 33 bis 37, im Norden lokal bis 39 Grad; und dies bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 25 bis 40 %. In dieser Zeitspanne dürfte der Heat Index oft über 93 steigen.
Die Nachttemperaturen werden zu Beginn noch meist unter 20 Grad liegen. Ab der Nacht auf Mittwoch, insbesondere in den Städten muss mit Tropennächten gerechnet werden. Das heisst, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Da sich Städte während der Nacht weniger stark abkühlen als das Land, kann die Minimumtemperatur in den Städten um einige Grad höher liegen.
Aufgrund der aktuellen Unterlagen wird die Hitzewelle voraussichtlich bis am Sonntag, den 30. Juni andauern.

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 21.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Die Hochwasserlage an den bewarnten Gewässern hat sich in den letzten Tagen kaum oder nur wenig entspannt. Der Wasserstand am Bodensee zeigt sich seit 5 Tagen praktisch unverändert. Er liegt weiterhin im Bereich der Gefahrenstufe 3. Auch im Ausflussbereich des Bodensees werden konstant hohe Abflüsse in der Gefahrenstufe 2 beobachtet. Leicht entspannt hat sich die Situation am Vierwaldstättersee. Hier werden seit Montag sinkende Pegelstände gemessen (Sinkrate etwa 3 cm pro Tag). Der Wasserstand des Vierwaldstättersees befindet sich aktuell noch knapp oberhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Der Ausfluss des Vierwaldstättersees ist weiterhin stark erhöht mit Abflüssen im mittleren Bereich der Gefahrenstufe 2.

Prognose

Die Lage am Boden- und Vierwaldstättersee bleibt auch in den nächsten Tagen angespannt. Für den Bodensee und dessen Ausfluss werden zunächst wenig veränderliche Pegelstände erwartet. Sie verbleiben damit weiterhin in den Gefahrenstufen 3 (Bodensee) und 2 (Ausfluss). Am Vierwaldstättersee wird sich die leichte Entspannung zunächst fortsetzen. Der Seewasserstand dürfte im Verlaufe des Samstags die Schwelle zur Gefahrenstufe 2 unterschreiten. Die weitere Entwicklung des Wasserstandes ist noch unsicher, ein Wiederanstieg möglich. Die Zuflüsse zum Vierwaldstättersee dürften sich in den nächsten Tagen wieder erhöhen, insbesondere durch die Intensivierung der Schneeschmelze im Verlaufe der kommenden Woche. Der Vierwaldstättersee wird daher weiterhin mit der Gefahrenstufe 2 bewarnt. Auch der Ausfluss aus dem Vierwaldstättersee verbleibt für die nächsten Tage im Bereich der Gefahrenstufe 2.

Die vorhergesagten Gewitter von Freitag und Samstag können in verschiedenen Regionen zu lokalen Abflussanstiegen führen. Insbesondere in den alpinen Gebieten sind aufgrund der hydrologischen Disposition (Schneeschmelze, Vorsättigung, hohe Abflussmengen) Anstiege bis in die Gefahrenstufe 2 möglich.

 

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