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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Dienstag, 25. Juni 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Mittwoch, 26. Juni 2019 11:00 Uhr


Markante Hitzewelle in der ganzen Schweiz Hochwasserlage entspannt sich zunehmend. 

Von Montag bis mindestens Sonntag wird in den Niederungen der ganzen Schweiz eine markante Hitzewelle erwartet. Sinkende Wasserstände am Boden- und Vierwaldstättersee. Rückstufung der Gefahrenstufe für den Bodensee, Entwarnung für den Vierwaldstättersee.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hitze 4 Basel, Frick-Leibstadt, Mittel- und Südtessin, Rheinfelden, Zentralwallis 25.06.19, 12 Uhr 30.06.19, 20 Uhr
Hitze 3 Niederungen der Alpennordseite 24.06.19, 15 Uhr 30.06.19, 20 Uhr
Hitze 3 Alta Valmaggia, Blenio, Leventina 26.06.19, 15 Uhr 28.06.19, 20 Uhr
Hochwasser 2 Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Bodensee 24.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 25.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Ein Hochdruckgebiet erstreckt sich vom Mittelmeerraum bis nach Skandinavien und bestimmt mit trockener Luft das Wetter im Alpenraum. Zugleich liegt ein Tiefdruckgebiet über dem nahen Atlantik, wodurch auf dessen Vorderseite aus Südwesten zunehmend heisse Luft zur Schweiz geführt wird.

Prognose

Der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa nimmt bis am Mittwoch weiter zu und die Zufuhr von heisser Luft nordafrikanischen Ursprungs hält an. Damit wird in der ganzen Schweiz eine mehrtägige, markante Hitzewelle erwartet.

In den Niederungen (unterhalb 600 bis 800 m ü.M.) erreichen die Höchsttemperaturen diese Woche verbreitet 30 Grad oder mehr, wobei der Heat Index am Montag stellenweise bereits den Wert 90 überschritten hat. Von Dienstag bis Donnerstag steigen die Temperaturen auf 33 bis 37, lokal bis 39 Grad; Dies bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 25 bis 40 %. In dieser Zeitspanne dürfte der Heat Index oft über 93 steigen.

In der Nacht muss insbesondere in den Städten sowie in leicht erhöhten Lagen mit Tropennächten gerechnet werden. Das heisst, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Da sich Städte während der Nacht weniger stark abkühlen als das Land, kann die Minimumtemperatur in den Städten um einige Grad höher liegen.

Anhand der aktuellen Unterlagen wird die Hitzewelle bis mindestens Sonntag, den 30. Juni andauern.

Aufs Wochenende gelangt aus Norden etwas weniger heisse Luft besonders zu den nordöstlichen Landesteilen, wodurch die Temperatur wie auch die Feuchtigkeit besonders im östlichen und zentralen Mittelland leicht zurückgehen werden. In der Nordwestschweiz und im Wallis hingegen sind jedoch auch am Wochenende weiterhin sehr heisse Temperaturen zwischen 34 und 36 Grad zu erwarten. Im Tessin dürften die Temperaturen auf das Wochenende hin zwar zurückgehen, die Feuchtigkeit jedoch zunehmen. Für diese Regionen wurde deshalb die Gefahrenstufe bezüglich Hitze auf Stufe 4 angehoben.

 

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 24.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Die Hochwasserlage hat sich an den bewarnten Gewässern im Verlaufe des Wochenendes zunehmend entspannt. Der Wasserstand am Bodensee (Obersee) ist seit dem Samstag um etwa 5 cm gesunken. Er liegt noch knapp oberhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 3. Am Vierwaldstättersee hat der Wasserstand am Samstag die Schwelle zur Gefahrenstufe 2 unterschritten und ist seither weitere 9 cm gefallen. Mit den sinkenden Seepegeln haben sich auch die Seeausflüsse vermindert. Der Ausfluss des Vierwaldstättersees hat am Sonntag den Bereich der Gefahrenstufe 2 verlassen. Am Bodensee wird hingegen weiterhin ein stark erhöhter Ausfluss deutlich oberhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 2 beobachtet.

Prognose

Für den Boden- und Vierwaldstättersee werden trotz Intensivierung der Schnee- und Gletscherschmelze weiter sinkende Pegelstände vorhergesagt. Der Bodensee (Obersee) wird voraussichtlich am Dienstag die Schwelle zur Gefahrenstufe 3 unterschreiten. Am Untersee wird das Verlassen des Gefahrenbereiches 3 etwas zeitverzögert stattfinden. Mit Sicht auf die weitere Entwicklung wird der Bodensee nun mit der Gefahrenstufe 2 bewarnt. Der Ausfluss aus dem Bodensee erfährt keine Anpassung der Gefahrenstufe. Er wird auch in den nächsten Tagen im Bereich der Gefahrenstufe 2 verbleiben. Demgegenüber können die Warnungen für den Vierwaldstättersee und dessen Ausfluss aufgehoben werden.

Die aktuelle Hitzeperiode wird die Schnee- und Gletscherschmelze in den hochalpinen Regionen noch einmal deutlich verstärken. Die Gefahr von schmelzbedingten Hochwassern erhöht sich, insbesondere im Einzugsgebiet der Rhone.

 

 

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