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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Donnerstag, 27. Juni 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Freitag, 28. Juni 2019 11:00 Uhr


Markante Hitzewelle in der ganzen Schweiz. Mässige Hochwassergefahr an Bodensee und Rhone. 

Bis Montag wird in den Niederungen der ganzen Schweiz eine markante Hitzewelle erwartet. Sinkende Wasserstände am Bodensee. Erhöhte Abflüsse in alpinen Gewässern, insbesondere im Wallis.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hitze 4 Basel, Frick-Leibstadt, Mittel- und Südtessin, Rheinfelden, Zentralwallis 25.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 18 Uhr
Hitze 3 Niederungen der Alpennordseite 24.06.19, 15 Uhr 01.07.19, 18 Uhr
Hitze 3 Alta Valmaggia, Blenio, Leventina 26.06.19, 15 Uhr 28.06.19, 20 Uhr
Hochwasser 2 Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Bodensee 24.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Rhone 26.06.19, 11 Uhr 01.07.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 27.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Ein vor allem in den höheren Luftschichten kräftiges Hochdruckgebiet liegt über Mitteleuropa. Es bestimmt das Wetter in der Schweiz mit ziemlich trockener und ausserordentlich heisse Luft, die aus Nordafrika zu uns gelangt ist.

Gestern Mittwoch erreichten die Temperaturen im Flachland beidseits der Alpen 32 bis 36 Grad. Auch in erhöhten Lagen war es heiss und es wurden an Messstandorten oberhalb von rund 1000 m ü.M. verbreitet neue Höchsttemperaturen für den Monat Juni registriert. Örtlich wurden sogar neue Rekordtemperaturen seit Messbeginn aufgezeichnet. Dazu zählen unter anderem Davos (1594 m ü.M.) mit 29.8 Grad, Scuol (1304 m ü.M.) mit 33.3 Grad oder auch der Säntis (2502 m ü.M.) mit 21.0 Grad. In der vergangenen Nacht wurde ausserdem stellenweise eine Tropennacht aufgezeichnet.

 

Prognose

Der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa mit ausserordentlich heisser Luft setzt sich bis Montag fort. In den Niederungen (unterhalb von 600 bis 800 m ü.M.) überschreiten die Höchsttemperaturen deshalb weiterhin verbreitet die 30 Grad-Marke, zeitweise auch deutlich.

Heute Donnerstag steigen die Temperaturen auf 33 bis 37 Grad. Dies bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 25 bis 40 %. Damit wird der Heat Index in den Niederungen deutlich über 93 liegen.

Am Freitag gelangt aus Norden vorübergehend etwas weniger heisse Luft besonders zu den östlichen Landesteilen. Im östlichen und zentralen Mittelland wird die Temperatur wie auch die Feuchtigkeit dadurch vorübergehend leicht zurückgehen. Die Höchsttemperaturen sind damit morgen Freitag mit 29 bis 33 Grad etwas weniger heiss. Aufs Wochenende werden jedoch auch in diesen Regionen wieder Höchsttemperaturen zwischen 31 bis 35 Grad erwartet.

In den übrigen Regionen hingegen ist der Temperaturrückgang nur sehr geringfügig und es werden weiterhin sehr heisse Temperaturen zwischen 33 und 37 Grad erwartet.

Im Tessin dürften die Temperaturen am Wochenende hin zwar zurückgehen, die Feuchtigkeit jedoch zunehmen.

In der Nacht muss insbesondere in den Städten sowie in leicht erhöhten Lagen mit Tropennächten gerechnet werden. Das bedeutet, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt.

Anhand der aktuellen Unterlagen wird die Hitzewelle bis Montag, den 1. Juli, andauern. Eine gewisse Entspannung der Lage zeichnet sich auf Dienstag oder Mittwoch der kommenden Woche ab.

 

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 26.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Die Hochwasserlage am Bodensee hat sich in den letzten Tagen zunehmend entspannt. Der Wasserstand am Bodensee (Obersee) liegt am Mittwoch knapp unterhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 3, am Untersee liegt er nur noch knapp in der Gefahrenstufe 3. Der Ausfluss aus dem Bodensee zeigt weiterhin einen stark erhöhten Ausfluss deutlich oberhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Aufgrund der starken Schnee- und Gletscherschmelze zeigen die Flüsse in alpinen Gebieten erhöhte Wasserstände und Tagesgänge. In der Rhone wurden bereits Pegelstände nahe der Gefahrenstufe 2 registriert.

Prognose

Die Pegelstände am Bodensee werden aufgrund der Intensivierung der Schnee- und Gletscherschmelze nur noch langsam sinken. Beide Pegel werden weiterhin mit Stufe 2 bewarnt. Auch der Ausfluss aus dem Bodensee wird in den nächsten Tagen im Bereich der Gefahrenstufe 2 verbleiben.

Die aktuelle Hitzeperiode wird die Schnee- und Gletscherschmelze in den hochalpinen Regionen noch einmal deutlich verstärken. Die Pegel an der Rhone können in den nächsten Tagen die Warnstufe 2 im Tagesverlauf jeweils erreichen. Die Gefahr von schmelzbedingten Hochwassern erhöht sich auch in weiteren alpinen Regionen wie beispielsweise im Einzugsgebiet des Inn.

Auch kleinere und mittlere Flüsse im Wallis können in den nächsten Tagen die Gefahrenstufe 2 im Tagesverlauf kurzzeitig erreichen.

 

 

 

Station Gefahrenstufe Maximum Zeitpunkt Maximum
Rhone-Brig 2 250 - 300 m³/s 28.06.19, 12:00 Uhr - 29.06.19, 12:00 Uhr
Rhône-Branson 2 500 - 550 m³/s 28.06.19, 12:00 Uhr - 29.06.19, 12:00 Uhr

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