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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Freitag, 28. Juni 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Freitag, 28. Juni 2019 20:00 Uhr


Markante Hitzewelle in der ganzen Schweiz. Mässige Hochwassergefahr an Bodensee und Rhone. 

Die markante Hitzewelle in den Niederungen der ganzen Schweiz dauert bis am Montag an. Sinkende Wasserstände am Bodensee. Erhöhte Abflüsse in alpinen Gewässern, insbesondere im Wallis.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hitze 4 Basel, Frick-Leibstadt, Mittel- und Südtessin, Rheinfelden, Zentralwallis 25.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 18 Uhr
Hitze 3 Niederungen der Alpennordseite 24.06.19, 15 Uhr 01.07.19, 18 Uhr
Hitze 3 Alta Valmaggia, Blenio, Leventina 26.06.19, 15 Uhr 28.06.19, 20 Uhr
Hochwasser 2 Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Bodensee 24.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Rhone 26.06.19, 11 Uhr 01.07.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 28.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Ein recht kräftiges Hochdruckgebiet mit Zentrum über der Nordsee bestimmt weiterhin das Wetter in der ganzen Schweiz mit meist trockener und heisser bis sehr heisser Luft.

Gestern Donnerstag erreichten die Temperaturen im Flachland beidseits der Alpen heisse bis sehr heisse 33 bis 37 Grad. In der vergangenen Nacht wurde in Locarno-Monti mit 24.3 Grad die höchste Minimumtemperatur seit Messbeginn 1935 registriert.

Prognose

Der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa mit ausserordentlich heisser Luft setzt sich bis Montag fort. In den Niederungen (unterhalb von 600 bis 800 m ü.M.) überschreiten die Höchsttemperaturen deshalb weiterhin verbreitet die 30 Grad-Marke, zeitweise auch deutlich.

Auf heute Freitag gelangte aus Norden etwas weniger heisse Luft besonders zu den östlichen Landesteilen. Im östlichen und zentralen Mittelland wird die Höchsttemperatur wie auch die Feuchtigkeit deshalb vorübergehend leicht zurückgehen. Die Höchsttemperaturen sind damit mit 29 bis 33 Grad etwas weniger heiss. Am Wochenende werden jedoch auch in diesen Regionen wieder Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad erwartet.

In den übrigen Regionen hingegen ist der Temperaturrückgang nur sehr geringfügig, und es werden weiterhin sehr heisse Temperaturen zwischen 32 und 37 Grad erwartet.

Im Tessin dürften die Temperaturen am Wochenende zwar etwas zurückgehen, die Feuchtigkeit jedoch zunehmen.

Insbesondere in den Städten sowie in leicht erhöhten Lagen muss jeweils mit sogenannten Tropennächten gerechnet werden: das bedeutet, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt.

Anhand der aktuellen Unterlagen wird die Hitzewelle bis am Montag, den 1. Juli, andauern.

 

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 28.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Der Wasserstand des Bodensees ist weiterhin hoch und liegt nahe an der Schwelle zur Gefahrenstufe 3. Am Obersee liegt der Pegel am Freitag 2 cm unter der Schwelle zur Gefahrenstufe 3, am Untersee nur 1 cm. Beim Ausfluss aus dem Untersee zeigt der Rhein weiterhin einen stark erhöhten Abfluss deutlich oberhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 2.

Aufgrund der Schnee- und Gletscherschmelze zeigen die Flüsse in alpinen Gebieten weiterhin erhöhte Wasserstände und ausgeprägte Tagesgänge. Im Wallis steigt der Pegel der Rhone regelmässig über die Schwelle zur Gefahrenstufe 2, und die kleineren und mittleren Flüsse im Wallis können punktuell Hochwasser führen.

Prognose

Die Pegelstände am Bodensee werden über das Wochenende wegen der intensiven Schnee- und Gletscherschmelze weiterhin nur langsam sinken. Die Pegel des Ober- und des Untersees werden weiterhin mit Gefahrenstufe 2 bewarnt. Auch der Ausfluss aus dem Bodensee wird in den nächsten Tagen im Bereich der Gefahrenstufe 2 verbleiben.

Die voraussichtlich bis mindestens Montag anhaltenden hohen Temperaturen werden auch weiterhin für eine starke Schnee- und Gletscherschmelze in den hochalpinen Regionen sorgen. Die Pegel an der Rhone können in den nächsten Tagen die Warnstufe 2 im Tagesverlauf jeweils übersteigen.

Auch kleine und mittlere Flüsse im Wallis können die Gefahrenstufe 2 im Tagesverlauf kurzzeitig erreichen.

 

 

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