Ein umfangreiches und beständiges Hochdruckgebiet über Mittel- und
Südeuropa bestimmt bis auf Weiteres das Wetter im Alpenraum.
Am Freitag und Samstag wurden in den Niederungen verbreitet
Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad gemessen. In den
nördlichen Landesteilen und inneralpin war der Freitag mit bis zu 36
Grad der bislang heisseste Tag des Jahres. Die relative
Luftfeuchtigkeit lag im Norden bei 25 bis 45 % und im Süden bei etwa
35 bis 55%.
Am Freitag breiteten sich in der zweiten Tageshälfte Schauer und
Gewitter von den Alpen auf die Alpennordseite aus. Diese brachten
gebietsweise kräftigen Regen und sorgten so für eine vorübergehende
Abkühlung, gleichzeitig aber auch für eine Anfeuchtung der Luft. Am
Samstagnachmittag bildeten sich auf der Alpensüdseite und in den
Alpen einige Schauer und Gewitter.
In den Nächten sank die Temperatur auf Tiefstwerte von 13 bis 18
Grad. In den städtischen Gebieten, in erhöhten Lagen sowie generell
auf der Alpensüdseite wurden Tiefstwerte von 18 bis 23 Grad
gemessen.
Von Sonntag bis Samstag, auf der Alpensüdseite bis Sonntag,
28.6.2026, werden verbreitet 34 bis 37 Grad erreicht. In der Nacht
sinkt die Temperatur jeweils auf 16 bis 22 Grad. Generell sind die
nächtlichen Temperaturen in städtischen Gebieten infolge des
Wärmeinsel-Effektes um einige Grade höher als in ländlichen
Gebieten.
Die Gewitterneigung ist vor allem im Flachland deutlich geringer, so
dass nur noch lokal mit einer vorübergehenden Abkühlung gerechnet
werden kann. In den Alpen sind die Schauer sowie Hitzegewitter etwas
zahlreicher.
Die relative Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber anfangs noch in einem
Bereich von 30 bis 50%. Mit aufkommender Bise nimmt sie auf der
Alpennordseite ab Montag etwas ab.
Die Unsicherheiten betreffen einerseits die Dauer der Hitzewelle und
andererseits die Warnstufe.
Die Hitze dauert mit hoher Wahrscheinlichkeit bis mindestens am
nächsten Wochenende an, wobei das Temperaturniveau ab Dienstag
nochmals leicht ansteigt und in der zweiten Wochenhälfte seinen
Höhepunkt erreicht. In dieser Phase wird die Warnung der Stufe 4
möglicherweise auf ein grösseres Gebiet ausgedehnt.
Zum Ende der Woche steigt das Gewitterrisiko etwas an.