Ein umfangreiches und beständiges Hochdruckgebiet über Mittel- und
Südeuropa bestimmt bis auf Weiteres das Wetter im Alpenraum. Auf
Donnerstag verlagert sich das Hoch weiter Ostwärts und mit
aufkommender Südwestströmung wird weiterhin heisse und zunehmend
feuchtere Luft zur Schweiz geführt.
Zwischen Freitag und Dienstag wurden in den Niederungen verbreitet
Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad gemessen. In den tiefen
Lagen der Alpennordseite sowie inneralpin wurden lokal bereits 36
Grad erreicht. Die relative Luftfeuchtigkeit lag im Norden bei 25
bis 45 % und im Süden bei etwa 40 bis 55%.
In den letzten Nächten sanken die Temperaturen gegen 18 bis 23
Grad.
Auf der Alpennordseite bis Montag und auf der Alpensüdseite bis
Dienstag werden verbreitet 34 bis 37 Grad erreicht, wobei die
Temperaturmaxima auf der Alpennordseite ab Donnerstag, auf der
Alpensüdseite gegen Ende der Woche leicht ansteigen. Deshalb wurde
auch auf der Alpensüdseite die Warnung auf Stufe 4 angehoben. Ab
Freitag gilt zudem eine Warnstufe 3 für das nördliche Tessin
unterhalb von 800 Metern. In der Nacht sinkt die Temperatur jeweils
auf 18 bis 23 Grad, womit sich die Hitzebelastung
intensiviert.
In Regionen vom zentralen Mittelland bis zum Jurasüdfuss und
Hochrhein, in den Regionen rund um die Seen des Westschweizer
Mittellands, in der Nordwestschweiz, im Rheintal und im
Zentralwallis gilt bereits eine Hitzewarnung der Stufe 4. In den
übrigen Regionen unterhalb 800 Meter der Alpennordseite gilt die
Hitzewarnung der Stufe 3.
Generell sind die nächtlichen Temperaturen in den städtischen
Gebieten infolge des Wärmeinsel-Effektes um einige Grade höher als
in ländlichen Gebieten.
Die Gewitterneigung ist vor allem im Flachland gering, nur
vereinzelt kann mit einer vorübergehenden Abkühlung infolge
Hitzegewitter gerechnet werden. In den Alpen bleiben die Schauer
sowie Hitzegewitter etwas zahlreicher.
Die relative Luftfeuchtigkeit liegt in einem Bereich von 30 bis
50%.
Voraussichtlich erreicht uns Anfangs nächster Woche etwas kühlere
Luft, und die Gewitterneigung steigt an.
Die Unsicherheiten betreffen einerseits die Dauer der Hitzewelle und
andererseits die Warnstufe.
Die Hitze dauert mit hoher Wahrscheinlichkeit bis am nächsten
Montag, auf der Alpensüdseite bis Dienstag.
Am Wochenende und insbesondere am Montag steigt die Gewitterneigung
an, so dass auch teilweise im Flachland eine vorübergehende
Abkühlung möglich ist.