Der Alpenraum befindet sich in den nächsten Tagen am nördlichen Rand
eines ausgedehnten Hochdruckgebiets über dem Mittelmeerraum. Mit
einer schwachen Südwest- bis Westströmung gelangt heisse und
zeitweise instabilere Luft zum Alpenraum.
Am Freitag 31. Juli wurden in der gesamten Schweiz
Höchsttemperaturen zwischen 32 und 36 Grad gemessen. Am
Freitagabend und in der Nacht auf Samstag entwickelten sich
besonders in den Alpen einige Gewitter. Folglich sanken die
Temperaturen in der Nacht auf den 1. August weniger tief.
Am Samstag werden auf der Alpennordseite die Schwellenwerte für die
Hitzewarnung mit Höchsttemperaturen bis 30 Grad vorübergehend nur
lokal erreicht. Auf der Alpensüdseite bleiben die Höchstwerte bei
rund 34 Grad. Ab Sonntag werden in der ganzen Schweiz wieder
Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad erwartet. Während der
heissesten Tageszeit schwankt die relative Luftfeuchtigkeit zwischen
30% und 45%. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich im Norden zwischen
17 und 21 Grad und im Süden zwischen 19 und 23 Grad.
In den städtischen Gebieten liegen die Tiefsttemperaturen in der
Nacht um einige Grad höher als die oben genannten Werte, da die
nächtliche Abkühlung dort langsamer und weniger ausgeprägt verläuft
als in den umliegenden Regionen.
In der Nordwestschweiz werden die Schwellenwerte für eine
Hitzewarnung der Stufe 4 am Samstag und Sonntag vorübergehend kaum
erreicht. Aufgrund der anhaltend hohen nächtlichen Temperaturen und
einer erneuten Zunahme der Hitzebelastung zu Beginn der kommenden
Woche wird die Warnung aber vorerst nicht heruntergestuft.
Aufgrund der anhaltend sehr heissen und trockenen Witterung gilt im
ganzen Land eine Trockenheitswarnung der Stufe 4. In den Alpen
sind insbesondere am Dienstag einige Gewitter zu erwarten. Diese
werden aber keine nennenswerten Auswirkungen auf die Trockenheit
oder Hitze haben. Die Trockenheitswarnung wird jeweils donnerstags
um 17:00 Uhr aktualisiert und ist auf dem Portal
https://www.trockenheit.admin.ch/de abrufbar.
Die Temperaturentwicklung und die Gewitteraktivität ab Mittwoch sind
insbesondere in den Alpen und auf der Alpennordseite mit
Unsicherheiten behaftet. Es ist möglich, dass in der Nordwestschweiz
die Schwellenwerte für Stufe 4 nicht mehr erreicht werden.
Auch das Ende der Hitzewelle ist derzeit noch nicht klar. In
den kommenden Tagen ist daher eine Verlängerung der Warnung über die
derzeitige Gültigkeitsdauer hinaus möglich.