Ein Hochdruckgebiet mit Kern über dem nahen Atlantik verlagert sich
bis zum Samstag nach Polen. Am Südrand des Hochs fliesst nun etwas
weniger heisse, trockenere und stabiler geschichtete Luft zur
Alpennordseite. Auf der Alpensüdseite hingegeben bleibt die heisse
und labil geschichtete Luftmasse wetterbestimmend, lediglich
zwischen Freitag und Samstag fliesst etwas weniger heisse Luft
ein.
Auf der Alpensüdseite lagen die Höchsttemperaturen am Mittwoch, dem
5. August, zwischen 34 und 38 Grad, wobei in Biasca ein Spitzenwert
von 38,5 Grad gemessen wurde. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag
war weiterhin sehr warm mit Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad.
Auf der Alpennordseite ist die seit Mittwoch, 29. Juli andauernde
Hitzewelle zu Ende gegangen. Die Hitzewarnung der Stufe 3 für die
Niederungen der Alpennordseite, bzw. der Stufe 4 für die
Nordwestschweiz wurde aufgehoben.
In dieser Periode lagen die nächtlichen Tiefsttemperaturen zwischen
16 und 22 Grad, die Höchsttemperaturen zwischen 31 und 39 Grad. Die
höchste Temperatur der Hitzewelle wurde am Donnerstag, 30. Juli mit
39.7 Grad in Basel / Binningen und 38.0 Grad in Delémont
verzeichnet. Am Samstag floss vorübergehend etwas weniger heisse
Luft zur Alpennordseite und die Höchsttemperaturen lagen zum Teil
unter 30 Grad. Bereits ab Sonntag stiegen sie aber wieder verbreitet
über die 30-Grad-Marke.
Südlich der Alpen bleibt es auch am Donnerstag, 6. August sehr heiss
mit Höchsttemperaturen bis 37 Grad. Am Freitag werden die
Temperaturen voraussichtlich nicht mehr über 33 Grad steigen.
Während der heissesten Zeit des Tages wird die relative
Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 45 Prozent liegen. Mit dem
Einfliessen von weniger heisser Luft im Laufe des Freitags dürfte
die Hitzewarnstufe 4 ab Samstag nicht mehr erreicht werden, jedoch
jene der Stufe 3. Daher wird die Hitzewarnung ab Samstag, dem 8.
August, voraussichtlich von Stufe 4 auf 3 herabgestuft.
Die nächtlichen Minimumtemperaturen bleiben weiterhin hoch und
liegen zwischen 19 Grad in den tiefsten Lagen und 23 Grad auf
Hügeln. In den städtischen Gebieten liegen die Tiefsttemperaturen in
der Nacht um einige Grad höher als die oben genannten Werte, da die
nächtliche Abkühlung dort langsamer und weniger ausgeprägt ist als
in den umliegenden Regionen.
Aufgrund der anhaltend heissen und trockenen Witterung gilt im
ganzen Land eine Trockenheitswarnung der Stufe 4. Das
Trockenheitsbulletin wird jeweils donnerstags um 17:00 Uhr
aktualisiert und ist auf dem Portal
https://www.trockenheit.admin.ch/de abrufbar.
Die grösste Unsicherheit betrifft die Auswirkungen der Gewitter auf
die Temperaturentwicklung südlich der Alpen ab Freitag, wenn die
Warnschwelle der Stufe 4 möglicherweise nicht mehr flächendeckend
überschritten wird. Zudem könnten gegen Mitte der kommenden Woche
die Hitzewarnstufe 4 erneut erreicht werden.
Mit den aktuell vorliegenden Daten bleibt auch das Endes der
Hitzewelle sehr unsicher.